Music 2011 | 2012 | …

Coco Rosie

Die Zeit schreibt über CocoRosies Musikrichtung: “Morbider Gothic-Chic trifft auf Burleske, Tim Burton auf David Lynch. Mal glaubt man, in einem Stummfilm zu sein, mal in einem Bürgerkriegsepos, dann wischt plötzlich eine schwarze Cinderella mit ihrem Zopf den Boden.”


Cold Specks

Die Zeit schreibt etwas pathetisch über Cold Specks - “Gute Musik liegt am Grund eines tiefen trüben Flusses. Mit dem Gepäck des Anspruchs muss man mühsam waten, statt Hals über Kopf hindurch zu kraulen. Muss eine Furt finden im dunklen Wasser, muss sie mit den Füßen über glitschige Steine hinweg ertasten im klebrigen Schlick. Muss fühlen, ahnen, balancieren, während die Brust zwischen Oberfläche und Untergrund den Widerstand besiegt. Die leichte Muse ist ein seichtes, klares, durchscheinendes Gewässer; es segelt sich schnell darüber hinweg, beschwingt, gedankenlos. Gute Musik erfordert langen Atem, man muss schon nach ihr tauchen.” Will sagen, dass sich die Musik von Cold Specks nicht gleich öffnet, sperrig ist und erst nach dem drittenvierten… Hören immer besser wird. Der Artikel in der Zeit ist in im Übrigen sehr lesenswert - http://blog.zeit.de/tontraeger/2012/05/30/cold-specks-expulsion_12856

Beth Jeans Houghton

Beth Jeans Houghton beschreibt sich und ihre Musik als synäthetische Produktion:  “Wie Träume fühlen sich für mich auch manche Tage an. Das liegt unter anderem daran, dass ich Synästhetikerin bin, also die Welt anders wahrnehme als die meisten Menschen, weil meine Sinne anders gekoppelt sind. Ich sehe Töne und spüre Farben. Dass es nicht allen Menschen so geht, weiß ich erst, seit ich mit zehn eine Dokumentation über Synästhesie im Fernsehen gesehen habe. Ob meine Musik anders klingen würde, wenn ich nicht so hören und sehen würde, weiß ich nicht. Aber oft vermisse ich bei der Musik, die ich höre, die Fantasie.” … und damit gebe ich ihr absolut recht, wo ist die Fantasie in der Musik?

Lianne Las Havas

Noch so ein Multitalent “Mit Vorschusslorbeeren überschüttet wird zurzeit die in London geborene Lianne La Havas. Die hochgelobte Newcomerin, wird im Juli ihr Debütalbum “Is Your Love Big Enough?” veröffentlichen. Die Platte wird schon jetzt heiß gehandelt.” Siehe auch: http://www.sueddeutsche.de/kultur/seoul-musik-bleibt-im-trend-1.1364201

Tindersticks

Auch auf ihrem neunten Album feiern die Tindersticks die zeitlose Melancholie. Wer sich in die dunklen Tiefen von “The Something Rain” hinabbegibt, sollte seelisch stabil sein.